Format der elektronischen Rechnung: die richtige Wahl (Rechtsanwälte)

von | 4 Februar 2026

Elektronisches Rechnungsformat: Ein umfassender Leitfaden für Anwaltskanzleien

Die elektronische Rechnungsstellung wird in Frankreich nach einem schrittweisen Zeitplan zwischen 2024 und 2027 zur Pflicht. Ab September 2024 müssen alle Anwaltskanzleien elektronische Rechnungen von ihren Lieferanten akzeptieren. Die Ausstellung elektronischer Rechnungen wird ab September 2026 für große Unternehmen und ab September 2027 für KMU und ETI für alle B2B-Transaktionen verpflichtend. Wenn Sie die verfügbaren Formate für elektronische Rechnungen und ihre technischen Besonderheiten verstehen, können Sie Ihre Rechnungsstellung und Honorare optimieren und gleichzeitig dieser gesetzlichen Verpflichtung nachkommen. Diese digitale Entwicklung verändert die Verwaltung von Anwaltskanzleien durch die Automatisierung von Prozessen und die Reduzierung von Eingabefehlern.

Was ist ein elektronisches Rechnungsformat?

Ein elektronisches Rechnungsformat ist die technische und standardisierte Struktur, in der die Rechnungsdaten organisiert und in Form strukturierter, automatisch verwertbarer Daten übermittelt werden. Es ist wichtig zu verstehen, dass eine elektronische Rechnung sich grundlegend von einer einfachen gescannten Rechnung unterscheidet: Ein per E-Mail versandtes PDF, auch wenn es digital ist, ist keine elektronische Rechnung im rechtlichen und regulatorischen Sinne.

Die elektronische Rechnung basiert auf strukturierten Daten im XML-Format (wie UBL, CII oder Factur-X), die direkt von Rechnungs- und Buchhaltungssoftware gelesen und verarbeitet werden können, ohne dass ein manuelles Eingreifen erforderlich ist. Diese Fähigkeit zur automatischen Verarbeitung unterscheidet die elektronische Rechnung grundlegend von unstrukturierten PDF-Dateien, bei denen die Informationen manuell neu eingegeben werden müssen.

Die durch strukturierte Formate ermöglichte Automatisierung reduziert Eingabefehler erheblich und beschleunigt die Validierungs- und Abstimmungsprozesse in der Buchhaltung. Im Rahmen der französischen Reform werden nur strukturierte elektronische Rechnungen für B2B-Transaktionen akzeptiert, was einfache unstrukturierte PDFs ausschließt.

Für Anwaltskanzleien wirkt sich die Wahl des richtigen Formats direkt auf die Effizienz der elektronischen Rechnungsübermittlung und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften aus. Hybride Formate wie Factur-X bieten eine optimale Lösung, indem sie ein menschenlesbares PDF mit eingebetteten strukturierten XML-Daten kombinieren und so die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, während die visuelle Lesbarkeit erhalten bleibt.

Die wichtigsten Formate für die elektronische Rechnungsstellung

Das Factur-X-Format (Hybride)

Factur-X kombiniert eine menschenlesbare PDF-Datei mit eingebetteten strukturierten XML-Daten. Dieses Hybridformat bietet eine doppelte Lesbarkeit: visuell für den Empfänger und automatisiert für die Computersysteme.

Der größte Vorteil von Factur-X ist seine universelle Kompatibilität. Ihre Kunden können die Rechnung wie ein herkömmliches PDF ansehen, während ihre Buchhaltungssoftware automatisch die strukturierten Daten extrahiert. Diese Automatisierung reduziert Eingabefehler erheblich und beschleunigt die Verarbeitung.

Dieses Format entspricht der europäischen Norm EN 16931 und setzt sich in Frankreich allmählich als Standard durch. Es wird von Anwaltskanzleien aufgrund seiner einfachen Handhabung weitgehend übernommen.

Das UBL-Format (Universal Business Language)

UBL ist ein XML-Standard, der von OASIS entwickelt wurde und international anerkannt ist. Dieses rein strukturierte Format enthält keine visuelle Darstellung, sondern nur maschinenlesbare Daten.

Große Unternehmen und Behörden bevorzugen UBL häufig wegen seiner fortschrittlichen Integrationsfähigkeiten. Es ermöglicht eine vollständige Automatisierung der Rechnungsprozesse von der Ausstellung bis zur Zahlung und lässt sich nahtlos in moderne juristische Software integrieren.

Für Kanzleien, die mit internationalen Kunden oder großen Strukturen zu tun haben, ist die Beherrschung von UBL ein strategischer Vorteil.

Das CII-Format (Cross Industry Invoice)

CII ist eine XML-Alternative, die von UN/CEFACT entwickelt wurde. Es ist kompakter als UBL, bietet jedoch eine vergleichbare Funktionsvielfalt für Standardrechnungen.

Dieses Format lässt sich besonders gut in EDI-Umgebungen (Electronic Data Interchange) integrieren. Seine vereinfachte Struktur erleichtert die technische Implementierung und gewährleistet gleichzeitig die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.

Das Factur-X-Format (Hybride)

Factur-X kombiniert eine menschenlesbare PDF-Datei mit eingebetteten strukturierten XML-Daten. Dieses hybride Format, das auf dem deutschen ZUGFeRD-Standard basiert, bietet eine doppelte Lesbarkeit: visuell für den Empfänger und automatisiert für die Computersysteme.

Der größte Vorteil von Factur-X ist seine universelle Kompatibilität. Ihre Kunden können die Rechnung wie ein herkömmliches PDF ansehen, während ihre Buchhaltungssoftware automatisch die strukturierten Daten extrahiert. Dieses Format ist mit 99% aller deutschen Rechnungsprogramme kompatibel und erleichtert die technische Integration erheblich.

Factur-X bietet sechs verschiedene Profile für unterschiedliche Bedürfnisse an: Minimum, Basic WL, Basic, EN 16931, Comfort und Extended. Das Minimum-Profil enthält die Daten, die für die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften erforderlich sind, und ist für die meisten Anwaltskanzleien ausreichend. Die höheren Profile bieten einen zunehmenden Detailgrad für Strukturen, die eine stärkere Automatisierung benötigen.

Dieses Format entspricht der europäischen Norm EN 16931 und setzt sich in Frankreich allmählich als Standard durch. Es wird von Anwaltskanzleien im Rahmen ihrer digitalen Transformation aufgrund seiner Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität massiv eingesetzt.

Das UBL-Format (Universal Business Language)

UBL ist ein XML-Standard, der von OASIS entwickelt wurde und international anerkannt ist. Dieses rein strukturierte Format enthält keine visuelle Darstellung, sondern nur maschinenlesbare Daten.

Große Unternehmen und Behörden bevorzugen UBL häufig wegen seiner fortschrittlichen Integrationsfähigkeiten. Es ermöglicht eine vollständige Automatisierung der Rechnungsprozesse von der Ausstellung bis zur Zahlung.

Für Kanzleien, die mit internationalen Mandanten oder großen Strukturen zu tun haben, ist die Beherrschung von UBL ein strategischer Vorteil. Diese technische Kompetenz stärkt die Fähigkeit der Kanzleien, die Anforderungen ihrer anspruchsvollen Mandanten zu erfüllen.

Das CII-Format (Cross Industry Invoice)

CII (Cross Industry Invoice) ist eine von UN/CEFACT entwickelte XML-Alternative, die speziell für die sektorübergreifende Rechnungsstellung entwickelt wurde. CII ist kompakter als UBL, bietet jedoch eine vergleichbare Funktionsvielfalt für Standardrechnungen bei gleichzeitiger Reduzierung der technischen Komplexität. Die schlanke Struktur erleichtert die automatische Verarbeitung von Rechnungsdaten, ohne die Konformität mit der europäischen Norm EN 16931 zu beeinträchtigen.

Dieses Format lässt sich besonders gut in bestehende EDI-Umgebungen (Electronic Data Interchange) integrieren. Seine vereinfachte Struktur erleichtert die technische Implementierung und gewährleistet gleichzeitig die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Für Anwaltskanzleien, die mit EDI-Kunden arbeiten oder einen optimierten technischen Ansatz bevorzugen, ist CII eine leistungsfähige Option, die die Interoperabilität mit Partnerplattformen für die elektronische Datenverarbeitung gewährleistet.

Gesetzliche Verpflichtungen und Partner-Plattform für die elektronische Datenverarbeitung

Die Reform der elektronischen Rechnungsstellung schreibt einen progressiven Zeitplan für die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung für alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen in Frankreich vor. Diese Verpflichtung betrifft auch Anwaltskanzleien und unterscheidet zwei verschiedene Kanäle: B2B über Partnerplattformen für die Digitalisierung (PDP) und B2G über Chorus Pro für Rechnungen an den öffentlichen Sektor.

Der Zeitplan für die Einführung ist in zwei Teile gegliedert. Für den Empfang von elektronischen Rechnungen müssen alle Unternehmen ab dem 1. September 2026 in der Lage sein, diese zu akzeptieren. Große Unternehmen und Midcap-Unternehmen müssen ihre Rechnungen ab dem 1. September 2026 elektronisch ausstellen, während KMU und Kleinstunternehmen eine zusätzliche Frist bis zum 1. September 2027 eingeräumt wird.

Die PDPs, die von der Steuerbehörde registriert werden müssen, garantieren die Authentizität, Integrität und Lesbarkeit der elektronischen Rechnungen. Sie gewährleisten auch die sichere Übertragung an das öffentliche Rechnungsportal und die Empfänger. Diese Plattformen spielen eine zentrale Rolle im Ökosystem der B2B-Rechnungsstellung.

Für die Beziehungen mit dem öffentlichen Sektor ist Chorus Pro ab 2020 das obligatorische Portal. Anwaltskanzleien, die Rechnungen an den Staat, Gebietskörperschaften oder öffentliche Einrichtungen stellen, müssen diese Plattform bereits für alle ihre Transaktionen nutzen.

Ihre Unternehmenssoftware muss daher mit diesen Plattformen kompatibel sein, um die Konformität Ihrer Rechnungsausstellungen zu gewährleisten. Die Nichteinhaltung dieser Verpflichtungen kann zu administrativen und steuerlichen Sanktionen führen, einschließlich der Zurückweisung der Rechnungen durch die Empfänger und Strafen für die Nichtübermittlung von Rechnungsdaten an die Behörden.

Kriterien für die Wahl des Formats für Ihre Kanzlei

Kompatibilität mit Ihrem Kundenökosystem

Analysieren Sie, welche Formate von Ihren wichtigsten Kunden akzeptiert werden. Große Unternehmen schreiben oft spezielle Formate wie UBL vor, während kleine und mittlere Unternehmen in der Regel Factur-X wegen seiner Einfachheit bevorzugen.

Die Vielfalt Ihres Kundenportfolios kann eine Multi-Format-Lösung erfordern. Ihre Anwaltssoftware muss dann mehrere Standards gleichzeitig unterstützen. Ein gutes Verständnis Ihrer Kundenbeziehungen erleichtert die Wahl des für Sie am besten geeigneten Formats.

Technische Integrationskapazitäten

Bewerten Sie die Kompatibilität des gewählten Formats mit Ihrer bestehenden IT-Infrastruktur. Die Integration mit Ihrer Buchhaltungssoftware und Ihrem Praxisverwaltungssystem muss nahtlos sein.

Hybride Formate wie Factur-X bieten in der Regel einen sanfteren Übergang, da sie auch ohne vollständige Integration lesbar bleiben. Rein strukturierte Formate erfordern eine robustere technische Infrastruktur und können von einer fortgeschrittenen Automatisierung der Prozesse profitieren.

Gesetzeskonformität und Nachhaltigkeit

Bevorzugen Sie Formate, die der europäischen Norm EN 16931 entsprechen. Diese Konformität garantiert die Akzeptanz Ihrer Rechnungen durch alle europäischen Wirtschaftsakteure und vereinfacht Ihre dematerialisierten administrativen Verpflichtungen.

Die Dauerhaftigkeit des Formats ist ebenfalls ein wesentliches Kriterium. Factur-X wird von den deutschen und französischen Behörden unterstützt und bietet solide Garantien für eine langfristige Entwicklung und Wartung.

Kompatibilität mit Ihrem Kundenökosystem

Analysieren Sie, welche Formate Ihre wichtigsten Kunden je nach Branche akzeptieren. Der öffentliche Sektor schreibt die Nutzung von Chorus Pro vor, das die Formate UBL und CII für alle Rechnungen an Behörden und Gebietskörperschaften akzeptiert.

Große Privatunternehmen bevorzugen in der Regel UBL oder Factur-X Extended aufgrund ihrer fortgeschrittenen Automatisierungsmöglichkeiten. Diese Formate ermöglichen eine vollständige Integration in ihre hochentwickelten Finanzverwaltungssysteme. Im Gegensatz dazu begnügen sich kleine und mittlere Unternehmen in der Regel mit Factur-X Minimum, das ihre Rechnungsanforderungen erfüllt, ohne dass eine komplexe technische Infrastruktur erforderlich ist.

Der größte Vorteil von Factur-X liegt in seiner universellen Lesbarkeit: Selbst ohne ein hochentwickeltes Computersystem können Ihre Kunden die Rechnung wie ein herkömmliches PDF ansehen. Diese Vielseitigkeit erklärt, warum sich mehr als 70% der französischen Unternehmen für dieses Hybridformat entscheiden.

Die Vielfalt Ihres Kundenportfolios kann eine Multi-Format-Lösung erfordern. Ihr Praxisverwaltungssystem muss dann mehrere Standards gleichzeitig unterstützen, um die Kompatibilität mit allen Ihren Geschäftspartnern zu gewährleisten.

Technische Integrationskapazitäten

Bewerten Sie die Kompatibilität des gewählten Formats mit Ihrer bestehenden IT-Infrastruktur. Die Integration mit Ihrer Buchhaltungssoftware, Ihrem Kanzleiverwaltungssystem und Ihren Tools zur Berechnung von Anwaltshonoraren muss nahtlos sein. Eine optimale Interoperabilität gewährleistet eine automatische Übertragung der Rechnungsdaten ohne manuelle Neueingabe.

Hybride Formate wie Factur-X bieten in der Regel einen sanfteren Übergang, da sie auch ohne vollständige Integration lesbar bleiben. Rein strukturierte Formate erfordern eine robustere technische Infrastruktur. Moderne Technologie erleichtert diese Integration, indem sie standardisierte Konnektoren und APIs für die elektronische Rechnungsstellung bereitstellt.

Gesetzeskonformität und Nachhaltigkeit

Bevorzugen Sie Formate, die der europäischen Norm EN 16931 entsprechen. Diese Konformität garantiert, dass Ihre Rechnungen von allen europäischen Wirtschaftsakteuren akzeptiert werden und ist Teil eines globalen Ansatzes zur Konformität von juristischer Software.

Die Dauerhaftigkeit des Formats ist ebenfalls ein wesentliches Kriterium. Factur-X wird von den deutschen und französischen Behörden unterstützt und bietet solide Garantien für eine langfristige Entwicklung und Wartung.

Praktische Umsetzung in Ihrer Praxis

Die Einführung eines elektronischen Rechnungsformats erfordert eine methodische Vorbereitung und eine realistische Budgetplanung. Beginnen Sie mit der Prüfung Ihrer derzeitigen Rechnungsprozesse und identifizieren Sie mögliche Verbesserungspunkte. Die Umsetzungsfrist beträgt in der Regel 2 bis 6 Monate, je nach Komplexität Ihrer Kanzlei und dem Volumen der bearbeiteten Rechnungen.

Die Kosten für die Einhaltung der Vorschriften sind je nach der gewählten Lösung sehr unterschiedlich. Einige Softwareprogramme integrieren die elektronische Rechnungsstellung ohne zusätzliche Kosten, während spezielle Lösungen eine Investition von mehreren tausend Euro bedeuten können. Die Kanzleien berichten, dass die Kosten für die Rechnungsbearbeitung dank der Automatisierung um 30-50% gesenkt werden konnten.

Schulen Sie Ihr Team in den Besonderheiten des gewählten Formats und planen Sie 2 bis 4 Stunden Schulung pro Benutzer ein. Der Erfolg der Umstellung hängt weitgehend davon ab, ob sich die Mitarbeiter, die täglich Rechnungen ausstellen und verwalten, damit anfreunden können. Zögern Sie nicht, spezialisierte Dienstleister zu beauftragen oder sich an professionelle Organisationen zu wenden, die spezielle Unterstützung für Anwaltskanzleien anbieten.

Testen Sie das neue System mit einer kleinen Gruppe von Kunden vor der allgemeinen Einführung. Dieser schrittweise Ansatz verringert die Risiken und ermöglicht es, die Parameter auf der Grundlage des Feedbacks anzupassen. Ermitteln Sie intern die erforderlichen technischen Fähigkeiten oder ziehen Sie einen Berater in Betracht, um die Integration mit Ihren bestehenden Tools zu erleichtern.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Lösung die Anforderungen an die Aufbewahrung elektronischer Rechnungen erfüllt. Die Archivierung muss die Zugänglichkeit und Integrität der Dokumente während der gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrungsfrist gewährleisten. Informieren Sie sich auch über die Hilfen und Begleitmaßnahmen, die von den Berufsverbänden angeboten werden, um den digitalen Übergang zu erleichtern.

Optimieren Sie Ihre Fakturierung mit dem richtigen elektronischen Format

Die Wahl des Formats für elektronische Rechnungen hat einen direkten Einfluss auf die Verwaltungseffizienz Ihrer Kanzlei. X-Factor ist der bevorzugte Standard für die meisten französischen Anwaltskanzleien, da er ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Einfachheit und Funktionalität bietet.

Die Vorwegnahme der gesetzlichen Verpflichtungen verschafft Ihnen eine vorteilhafte Position gegenüber der Konkurrenz. Kanzleien, die bereits jetzt die elektronische Rechnungsstellung beherrschen, profitieren von einer erheblichen Zeitersparnis und einer Reduzierung der Verwaltungskosten.

Die Investition in eine Lösung, die auf Ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten ist, ist ein Hebel zur Modernisierung Ihrer Geschäftspraxis. Die elektronische Rechnungsstellung ist nicht nur eine gesetzliche Anforderung, sondern auch eine Gelegenheit, Ihre internen Prozesse zu optimieren, insbesondere im Hinblick auf die Verwaltung von Rechtsdokumenten und die finanzielle Rückverfolgbarkeit.

Häufig gestellte Fragen

Der Übergang zur elektronischen Rechnungsstellung stellt für Anwaltskanzleien eine große Veränderung dar. Dieser Abschnitt beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen zu elektronischen Rechnungsformaten, ihrer Einrichtung und den rechtlichen Anforderungen für Rechtsanwälte.

Was ist das elektronische Rechnungsformat für Anwaltskanzleien?

Das Format der elektronischen Rechnung bezeichnet ein entmaterialisiertes Dokument, das nach bestimmten Standards strukturiert ist und den automatisierten Datenaustausch zwischen Sender und Empfänger ermöglicht. Für Anwaltskanzleien sind dies in erster Linie die Formate UBL, CII oder Factur-X, die den Anforderungen der französischen Reform entsprechen. Diese Formate gewährleisten die Integrität, Authentizität und Lesbarkeit der Rechnungsdaten und erleichtern ihre automatische Verarbeitung durch die elektronischen Plattformen.

Welche Formate der elektronischen Rechnungsstellung sind für Rechtsanwälte obligatorisch?

Anwaltskanzleien müssen strukturierte Formate verwenden, die den europäischen Standards entsprechen. Die wichtigsten akzeptierten Formate sind: das UBL-Format (Universal Business Language) in XML, das CII-Format (Cross Industry Invoice) ebenfalls in XML und das gemischte Format Factur-X, das PDF und XML-Daten kombiniert. Alle müssen den semantischen Standard EN 16931 erfüllen. Ein einfaches, elektronisch signiertes PDF wird nicht mehr ausreichen, um die gesetzlichen Anforderungen der Reform zu erfüllen.

Was sind die Fristen für Anwaltskanzleien zur Einhaltung der Vorschriften?

Die Reform der elektronischen Rechnungsstellung wird je nach Größe der Strukturen schrittweise umgesetzt. Große Unternehmen (mit mehr als 5000 Mitarbeitern) müssen ab September 2026 die Anforderungen für den Empfang erfüllen. Für Anwaltskanzleien, bei denen es sich überwiegend um kleine und mittlere Unternehmen handelt, ist die Frist für den Empfang im September 2027 abgelaufen, während der obligatorische Versand je nach Größe zwischen September 2026 und 2027 beginnen wird. Es wird empfohlen, sich bereits jetzt auf diese Umstellung vorzubereiten.

Wie wählt man eine Software für die elektronische Rechnungsstellung, die für Anwälte geeignet ist?

Bei der Auswahl einer Software für die Rechnungsstellung müssen mehrere wesentliche Kriterien berücksichtigt werden: die Übereinstimmung mit den gesetzlichen Formaten, die Integration in Ihr bestehendes Verwaltungssystem, die Datensicherheit (entscheidend für das Berufsgeheimnis), die Verwaltung von anwaltsspezifischen Gebühren und die Fähigkeit, eine Schnittstelle zu einer Partnerplattform für die elektronische Rechnungsstellung (PDP) herzustellen. Wählen Sie auch eine Lösung, die einen reaktionsschnellen technischen Support und eine angemessene Schulung für Ihr Team bietet, einschließlich eines strukturierten Onboarding-Prozesses.

Was sind die Vorteile der elektronischen Rechnung für eine Anwaltskanzlei?

Die elektronische Rechnungsstellung bietet zahlreiche Vorteile: erhebliche Reduzierung der Kosten für Druck und Postversand, Zeitersparnis bei Verwaltungsaufgaben, Verringerung von Eingabefehlern, bessere Überwachung der Zahlungen und des Cashflows, automatische und sichere Archivierung gemäß den gesetzlichen Anforderungen und schnellere Zahlungsfristen. Sie stärkt auch das moderne und professionelle Image der Kanzlei und erleichtert die Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern. Die Umstellung ist Teil eines umfassenden Ansatzes zur Optimierung der Rechtsgeschäfte.

Wie können Sie sicherstellen, dass Ihre elektronischen Rechnungen gesetzeskonform sind?

Um die Konformität zu gewährleisten, müssen Ihre elektronischen Rechnungen alle erforderlichen Angaben enthalten (Identität der Parteien, fortlaufende Nummerierung, Leistungsdetails, MwSt. usw.), in einem anerkannten strukturierten Format ausgestellt werden, die Authentizität und Integrität durch eine elektronische Signatur oder Versiegelung gewährleisten und für 10 Jahre sicher archiviert werden. Die Verwendung einer zertifizierten Plattform und die Einrichtung eines zuverlässigen Prüfpfads sind für die Einhaltung dieser Verpflichtungen von entscheidender Bedeutung.