Elektronisches Rechnungsformat: Ein umfassender Leitfaden für Anwaltskanzleien
Die elektronische Rechnungsstellung setzt sich allmählich als Standard in allen Berufszweigen durch, auch in Anwaltskanzleien. Das Verständnis der verschiedenen Formate für elektronische Rechnungen ist für die Einhaltung von Vorschriften und die Optimierung der Verwaltung von entscheidender Bedeutung, ebenso wie andere Instrumente zur Modernisierung der Kanzlei. Dieser Leitfaden gibt Ihnen einen Überblick über die verfügbaren Formate, ihre Merkmale und ihre praktischen Auswirkungen auf Ihre Kanzlei.
Was ist das Format der elektronischen Rechnung?
Das Format einer elektronischen Rechnung bezeichnet die technische und standardisierte Struktur, in der die Rechnungsdaten organisiert und digital übertragen werden. Im Gegensatz zu einer einfachen PDF-Rechnung, die per E-Mail versendet wird, ermöglicht ein strukturiertes elektronisches Format den automatisierten Datenaustausch zwischen Computersystemen.
Diese Formate gewährleisten die Integrität, Authentizität und Lesbarkeit der Informationen während des gesamten Rechnungsstellungsprozesses. Sie erleichtern auch die automatische Verarbeitung durch Buchhaltungs- und Management-Software.
Für Anwaltskanzleien ist die Beherrschung dieser Formate von entscheidender Bedeutung, da die Steuerbehörden schrittweise die Digitalisierung von Rechnungen vorschreiben.
Die wichtigsten anerkannten Formate für elektronische Rechnungen
Das Factur-X-Format (Hybrid)
Factur-X ist das bevorzugte Format in Frankreich und Deutschland. Es kombiniert eine menschenlesbare PDF-Datei mit strukturierten XML-Daten, die in das gleiche Dokument integriert sind. Dieser hybride Ansatz bietet eine doppelte Lesbarkeit: visuell für den Nutzer und automatisch für die Computersysteme.
Dieses Format hat den großen Vorteil der universellen Kompatibilität. Jeder Empfänger kann PDF auch ohne spezielle Anwaltssoftware öffnen, während die entsprechenden Systeme automatisch die XML-Daten zur Verarbeitung extrahieren.
Das UBL-Format (Universal Business Language)
UBL ist ein internationaler Standard, der von OASIS entwickelt wurde. Dieses reine XML-Format strukturiert die Rechnungsdaten nach einem standardisierten, weltweit anerkannten Schema. Es erleichtert den grenzüberschreitenden Austausch und die Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen.
Anwaltskanzleien, die mit internationalen Kunden arbeiten, schätzen dieses Format aufgrund seiner breiten Akzeptanz besonders. UBL ermöglicht eine vollständige Automatisierung der Rechnungsbearbeitung ohne manuelle Eingriffe, insbesondere bei papierlosen Verwaltungsformalitäten.
Das CII-Format (Cross Industry Invoice)
Das von der UNO entwickelte CII ist eine XML-Alternative, die auch auf europäischer Ebene anerkannt ist. Es ist kompakter als UBL, bietet jedoch alle Funktionen, die für eine vollständige und konforme Rechnungsstellung erforderlich sind.
Dieses Format lässt sich besonders gut in bestehende Verwaltungssysteme integrieren und unterstützt effektiv die spezifischen Rechnungs- und Honoraranforderungen der Rechtsberufe.
Das Factur-X-Format (Hybrid)
Factur-X ist das bevorzugte Format in Frankreich und Deutschland. Es kombiniert eine menschenlesbare PDF-Datei mit strukturierten XML-Daten, die in das gleiche Dokument integriert sind. Dieser hybride Ansatz bietet eine doppelte Lesbarkeit: visuell für den Nutzer und automatisch für die Computersysteme.
Dieses Format hat den großen Vorteil der universellen Kompatibilität. Jeder Empfänger kann PDF auch ohne spezielle Software öffnen, während die entsprechenden Systeme automatisch die XML-Daten zur Verarbeitung extrahieren.
Factur-X ist in verschiedene Profile unterteilt, die den Detaillierungsgrad der strukturierten Daten bestimmen: Basic (minimale Informationen), Minimum (wesentliche Daten), EN 16931 (vollständige Konformität) und Extended (angereicherte Daten). Für Anwaltskanzleien ist das Profil EN 16931 die empfohlene Stufe, da es die von der französischen Steuerbehörde geforderte Konformität mit den Vorschriften gewährleistet und die Interoperabilität mit allen zertifizierten Systemen sicherstellt.
Das UBL-Format (Universal Business Language)
UBL ist ein internationaler Standard, der von OASIS entwickelt wurde. Dieses reine XML-Format strukturiert die Rechnungsdaten nach einem standardisierten, weltweit anerkannten Schema. Es erleichtert den grenzüberschreitenden Austausch und die Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen.
Anwaltskanzleien, die mit internationalen Kunden arbeiten, schätzen dieses Format aufgrund seiner breiten Akzeptanz besonders. UBL ermöglicht eine vollständige Automatisierung der Rechnungsbearbeitung ohne manuellen Eingriff, insbesondere bei der Fakturierung von Leistungen im Zusammenhang mit der Verwaltung komplexer Vertragsklauseln. Moderne Fakturierungssoftware integriert dieses Format nativ, um eine optimale Kompatibilität mit den Kundensystemen zu gewährleisten.
Das CII-Format (Cross Industry Invoice)
Das von der UNO entwickelte CII ist eine XML-Alternative, die auch auf europäischer Ebene anerkannt ist. Es ist kompakter als UBL, bietet jedoch alle Funktionen, die für eine vollständige und konforme Rechnungsstellung erforderlich sind.
Dieses Format lässt sich besonders gut in bestehende juristische Software und Managementsysteme integrieren und unterstützt dieAutomatisierung der Compliance. Es unterstützt effektiv die spezifischen Rechnungs- und Honoraranforderungen der Rechtsberufe.
Plattform für die Einreichung und Übermittlung: die Rolle der PDP
Die Einreichungsplattform (PDP) spielt eine zentrale Rolle im Ökosystem der elektronischen Rechnungsstellung. Sie ist für den Empfang, die Validierung und die Übermittlung von Rechnungen zwischen Rechnungsstellern und -empfängern zuständig.
Für Anwaltskanzleien ist die Wahl einer PDP, die mit Standardformaten kompatibel ist, ein Garant für einen reibungslosen Austausch. Diese Plattformen überprüfen die Rechnungen vor der Übermittlung automatisch auf Konformität und reduzieren so das Risiko von Fehlern. Die Integration mit Ihren bestehenden Rechnungsstellungswerkzeugen ermöglicht eine automatische und sichere Datensynchronisation.
Zertifizierte PDPs bieten auch sichere elektronische Aufbewahrungsdienste an, die die gesetzlichen Archivierungspflichten für mindestens zehn Jahre erfüllen. Die Sicherheit der Transaktionen wird durch Verschlüsselungs- und Authentifizierungsprotokolle gewährleistet, die den geltenden Normen entsprechen.
Kriterien für die Wahl des Formats für Ihre Praxis
Die Wahl des Formats für elektronische Rechnungen ist eine strategische Entscheidung, die Teil der digitalen Transformation Ihrer Kanzlei ist. Die Auswahl sollte von mehreren Kriterien geleitet werden, um eine erfolgreiche und nachhaltige Einführung zu gewährleisten.
Kompatibilität mit Ihren Kunden
Das gewählte Format muss den technischen Möglichkeiten Ihrer Hauptkunden entsprechen. Große Unternehmen bevorzugen in der Regel UBL oder CII für die Integration in ERP-Systeme. KMUs und Privatpersonen bevorzugen eher X-Factor wegen seiner sofortigen Lesbarkeit.
Eine Analyse Ihres Kundenportfolios hilft Ihnen, das am besten geeignete Format zu identifizieren oder die Notwendigkeit, mehrere Formate gleichzeitig zu unterstützen.
Integration mit Ihrer Verwaltungssoftware
Ihre Praxisverwaltungssoftware muss das gewählte Format nativ unterstützen. Diese Kompatibilität gewährleistet, dass die Rechnungen automatisch konform sind, ohne dass die Daten manuell neu eingegeben werden müssen.
Moderne Verwaltungssoftwarelösungen für Anwälte beinhalten in der Regel mehrere Formate, die eine Anpassung an den jeweiligen Empfänger ermöglichen. Diese Flexibilität vereinfacht die tägliche Verwaltungsarbeit erheblich.
Einhaltung von Vorschriften
Die von der französischen Steuerbehörde anerkannten Formate umfassen in erster Linie Factur-X, UBL und CII. Alle drei Formate erfüllen die Anforderungen der europäischen Norm EN 16931 und garantieren die Rechtskonformität.
Die Einhaltung dieser Standards schützt Ihre Kanzlei vor dem Risiko der Nichtkonformität bei Steuerprüfungen. Sie gewährleistet auch die Abzugsfähigkeit der Mehrwertsteuer für Ihre Mandanten.
Kompatibilität mit Ihren Kunden
Das gewählte Format muss den technischen Möglichkeiten Ihrer Hauptkunden entsprechen. Große Unternehmen bevorzugen in der Regel UBL oder CII für die Integration in ERP-Systeme und dieAutomatisierung ihrer Buchhaltungsprozesse. KMUs und Privatpersonen schätzen eher X-Factor wegen seiner sofortigen Lesbarkeit.
Eine Analyse Ihres Kundenportfolios hilft Ihnen, das am besten geeignete Format zu identifizieren oder die Notwendigkeit, mehrere Formate gleichzeitig zu unterstützen. Dieser kundenorientierte Ansatz gewährleistet einen reibungslosen Übergang zur elektronischen Rechnungsstellung und steigert die Zufriedenheit Ihrer Kunden.
Integration mit Ihrer Verwaltungssoftware
Ihre Praxisverwaltungssoftware muss das gewählte Format nativ unterstützen. Diese Kompatibilität gewährleistet, dass automatisch konforme Rechnungen erstellt werden, ohne dass die Daten manuell neu eingegeben werden müssen. DieAutomatisierung des Rechnungsprozesses eliminiert Eingabefehler und beschleunigt die Bearbeitung erheblich.
Moderne Verwaltungslösungen für Anwälte beinhalten in der Regel mehrere Formate, die an den jeweiligen Empfänger angepasst werden können. Diese Flexibilität vereinfacht die tägliche Verwaltungsarbeit erheblich und erleichtert die gesamte papierlose Verwaltung der Kanzlei.
Einhaltung von Vorschriften
Die von der französischen Steuerbehörde anerkannten Formate umfassen in erster Linie Factur-X, UBL und CII. Alle drei Formate erfüllen die Anforderungen der europäischen Norm EN 16931 und garantieren die Rechtskonformität.
Die Nichteinhaltung dieser Standards kann für Ihre Kanzlei erhebliche Konsequenzen haben. Nicht konforme Rechnungen können von den Einreichungsplattformen automatisch zurückgewiesen werden, was zu Zahlungsverzögerungen und administrativen Komplikationen führt. Aus steuerlicher Sicht kann die Verwendung nicht anerkannter Formate zu Strafen bei Kontrollen führen und die Abzugsfähigkeit der Mehrwertsteuer für Ihre Kunden gefährden, was sich direkt auf Ihre Geschäftsbeziehung auswirkt. Die Sanktionen können Bußgelder für die Nichteinhaltung der Verpflichtung zur elektronischen Rechnungsstellung sowie die Ablehnung der Rechnung als gültigen Steuerbeleg umfassen. Für Ihre Kanzlei bedeutet dies nicht nur rechtliche und finanzielle Risiken, sondern auch einen möglichen Imageverlust bei Kunden, deren Rechnungen von ihren Verwaltungssystemen nicht akzeptiert werden.
Praktische Umsetzung in Ihrer Praxis
Übergangsphasen
Die Umstellung auf strukturierte elektronische Rechnungsstellung erfordert eine methodische Planung. Beginnen Sie mit der Prüfung Ihrer aktuellen Rechnungsprozesse und identifizieren Sie die notwendigen Anpassungen.
Anschließend schulen Sie Ihre Teams in den neuen Werkzeugen und Verfahren. Die Übergangszeit kann sich über mehrere Monate erstrecken, um eine schrittweise und kontrollierte Einführung zu ermöglichen.
Testen Sie das System vor der allgemeinen Einführung mit einigen Pilotkunden. Dieser Ansatz verringert das Risiko und ermöglicht es, die Parameter anhand des Feedbacks anzupassen.
Verwaltung von Honorarvereinbarungen
Elektronische Formate eignen sich hervorragend für die verschiedenen Arten von Honorarvereinbarungen, die von Anwälten praktiziert werden. Ob Zeithonorar, Pauschalhonorar oder Erfolgshonorar, die strukturierten Felder ermöglichen eine genaue Beschreibung.
Elektronische Rechnungen erleichtern auch die Verfolgung von Erfolgshonoraren, da Zahlungen und Vertragsbedingungen automatisch zurückverfolgt werden können. Um Ihre Preisschätzungen zu erleichtern, können Sie einen Simulator für Anwaltshonorare verwenden, der in Ihre elektronische Rechnungslösung integriert ist.
Übergangsphasen
Die Umstellung auf die strukturierte elektronische Rechnungsstellung erfordert eine methodische und vorausschauende Planung. Planen Sie eine Übergangszeit von mindestens 6 bis 12 Monaten vor der gesetzlichen Frist ein, um eine ruhige und kontrollierte Einführung zu gewährleisten.
Phase 1: Audit und Auswahl (2-3 Monate)
Beginnen Sie mit dem Audit Ihrer aktuellen Rechnungsprozesse und identifizieren Sie die notwendigen Anpassungen. Bewerten Sie die verschiedenen Formate (Factur-X, UBL, CII) entsprechend Ihren Kundenanforderungen. Wählen Sie dann eine kompatible Verwaltungssoftware und eine zertifizierte Einreichungsplattform. Budgetieren Sie die erforderlichen Investitionen in Lizenzen, Schulung und Betreuung.
Phase 2: Implementierung und Tests (3 bis 4 Monate)
Konfigurieren Sie Ihre Lösung, indem Sie die Rechnungsvorlagen entsprechend Ihren Honorarvereinbarungen konfigurieren. Führen Sie ausführliche Tests mit einigen freiwilligen Pilotkunden durch, die idealerweise repräsentativ für Ihr Portfolio sind (große Unternehmen, KMU, Privatpersonen). Dieser Ansatz begrenzt die Risiken und ermöglicht es Ihnen, die Parameter auf der Grundlage konkreter Rückmeldungen anzupassen.
Phase 3: Schulung und Einführung (2 bis 3 Monate)
Schulen Sie Ihr gesamtes Team in den neuen Werkzeugen und Verfahren: Anwälte, juristische Assistenten und Verwaltungspersonal. Organisieren Sie praktische Sitzungen mit realen Fällen. Führen Sie das System schrittweise ein, Mandant für Mandant oder nach Typologie, während Sie in den ersten Wochen einen engen Support aufrechterhalten.
Diese schrittweise Methodik gewährleistet einen erfolgreichen Übergang, ohne Ihr Tagesgeschäft oder die Beziehung zu Ihren Kunden zu stören.
Verwaltung von Honorarvereinbarungen
Elektronische Formate eignen sich hervorragend für die verschiedenen Arten von Honorarvereinbarungen, die von Anwälten praktiziert werden. Ob Zeithonorar, Pauschalhonorar oder Erfolgshonorar, die strukturierten Felder ermöglichen eine genaue und detaillierte Beschreibung der einzelnen Abrechnungsmodalitäten.
Die automatische Verarbeitung strukturierter Daten erleichtert die Extraktion und Analyse von Vertragsinformationen, wodurch das Risiko von Fehlern bei der Rechnungsstellung erheblich verringert wird. Die Anwaltskanzleien profitieren von einer stärkeren Automatisierung ihrer Verwaltungsprozesse.
Elektronische Rechnungen erleichtern auch die Verfolgung von Erfolgshonoraren durch die automatische Verfolgung von Zahlungen und Vertragsbedingungen. Diese Transparenz stärkt das Vertrauen der Mandanten und vereinfacht die Buchhaltung der Kanzlei.
Konkrete Vorteile für Anwaltskanzleien
Die Einführung von elektronischen Rechnungsformaten führt zu messbaren Effizienzgewinnen. Die automatisierte Verarbeitung reduziert den Zeitaufwand für administrative Aufgaben um 40 bis 60%, je nach Branchenstudie.
Eingabefehler werden drastisch reduziert, da die manuelle Neueingabe von Daten entfällt. Diese erhöhte Zuverlässigkeit verbessert die Kundenbeziehung und beschleunigt die Zahlungen.
Die vollständige Rückverfolgbarkeit der Rechnungen erleichtert die Verfolgung der Außenstände und das Cash-Management. Automatisierte Dashboards bieten einen Echtzeit-Einblick in die Rechnungsaktivitäten der Kanzlei.
Schließlich schützt die automatische Einhaltung gesetzlicher Vorschriften die Kanzlei vor Verwaltungsstrafen und vereinfacht Steuerprüfungen. Die Integration dieser Formate in moderne Anwaltssoftware gewährleistet die ständige Einhaltung der gesetzlichen Verpflichtungen und optimiert gleichzeitig die Verwaltungsprozesse.
Antizipation von regulatorischen Entwicklungen
Die Verpflichtung zur elektronischen Rechnungsstellung für B2B wird nach einem genauen und verbindlichen Zeitplan in Kraft treten. Ab dem 1. September 2026 müssen große Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 250 Millionen Euro oder mehr als 5.000 Mitarbeitern die Anforderungen erfüllen. Ab dem 1. September 2027 wird die Verpflichtung auf alle mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen ausgedehnt, einschließlich aller KMU, Kleinstunternehmen und Freiberufler wie Anwaltskanzleien.
Diese Reform betrifft alle B2B-Transaktionen zwischen in Frankreich ansässigen Mehrwertsteuerpflichtigen. Für Anwaltskanzleien jeder Größe ist der 1. September 2027 ein fester Termin, der eine frühzeitige Vorbereitung erfordert. Experten empfehlen, den Übergang 6 bis 12 Monate vor dem Stichtag zu beginnen, um eine reibungslose Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.
Diese Vorbereitungszeit ermöglicht es Ihnen, Ihre derzeitigen Prozesse zu prüfen, die richtigen Werkzeuge auszuwählen und zu parametrisieren, Ihre Teams zu schulen und vor allem eine unerlässliche Testphase durchzuführen. Das Testen Ihres elektronischen Rechnungsstellungssystems mit einigen Pilotkunden mehrere Monate vor der Frist verringert die operativen Risiken und ermöglicht es Ihnen, Ihre Verfahren unter realen Bedingungen anzupassen.
Wenn Sie diesen Übergang bereits jetzt antizipieren, wird aus einer regulatorischen Einschränkung eine Optimierungsmöglichkeit. Die derzeitigen Standardformate (Factur-X, UBL, CII) werden auch langfristig relevant bleiben und den Fortbestand Ihrer technologischen Investition garantieren. Die frühzeitige Beherrschung dieser Formate modernisiert Ihre Kanzlei, verbessert Ihre operative Effizienz und stärkt Ihr professionelles Image bei Ihren Mandanten, während Sie Übereilung und Kosten für dringende Anpassungen in letzter Minute vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Die elektronische Rechnungsstellung stellt eine wichtige Entwicklung für Anwaltskanzleien dar. Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu Formaten, Implementierung und Verpflichtungen im Zusammenhang mit der elektronischen Rechnungsstellung in der Rechtsbranche.
Was ist das elektronische Rechnungsformat für Anwaltskanzleien?
Das Format der elektronischen Rechnung für Anwaltskanzleien bezeichnet ein papierloses Rechnungssystem, das die herkömmlichen Papierrechnungen ersetzt. Es handelt sich um ein strukturiertes Dokument, das in digitaler Form in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Standards ausgestellt, übermittelt und empfangen wird. Zu den akzeptierten Formaten gehören das Rechnungs-PDF, das Factur-X-Format (hybrid) und strukturierte Formate wie UBL oder CII. Diese Formate gewährleisten die Authentizität, Integrität und Lesbarkeit der Rechnungen und erleichtern ihre automatische Verarbeitung und sichere Archivierung.
Was sind die gesetzlichen Anforderungen an die elektronische Rechnungsstellung für Rechtsanwälte?
Anwaltskanzleien müssen sich an die progressiven Vorschriften für die obligatorische elektronische Rechnungsstellung halten. Ab 2024 ist der Empfang von elektronischen Rechnungen für alle Unternehmen verpflichtend. Die Ausstellung wird je nach Größe der Kanzlei zwischen 2024 und 2026 schrittweise verpflichtend. Die Verpflichtungen umfassen: die Nutzung einer zertifizierten Plattform für die elektronische Rechnungsstellung, die Einhaltung von Standardformaten, die Aufbewahrung der Rechnungen für 10 Jahre und die Übermittlung der Rechnungsdaten an die Steuerbehörden über das öffentliche Rechnungsportal (PPF) oder eine Partnerplattform für die elektronische Rechnungsstellung (PDP).
Welche Formate für elektronische Rechnungen werden von Anwaltskanzleien akzeptiert?
Es gibt drei Hauptformate für elektronische Rechnungen, die von Anwaltskanzleien in Frankreich akzeptiert werden. Das Factur-X-Format (oder ZUGFeRD) ist ein hybrides Format, das ein lesbares PDF mit strukturierten XML-Daten kombiniert. Das UBL-Format (Universal Business Language) ist ein internationaler Standard, der auf XML basiert. Das CII-Format (Cross Industry Invoice) ist ebenfalls ein XML-strukturiertes Format. Für den Übergang werden vorübergehend weiterhin einfache PDF-Rechnungen akzeptiert. Die Wahl des Formats hängt von den Bedürfnissen der Kanzlei, ihrer Mandanten und der Kompatibilität mit ihrer Verwaltungssoftware ab.
Wie kann ich die elektronische Rechnungsstellung in einer Anwaltskanzlei einführen?
Die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung erfordert mehrere wichtige Schritte. Zunächst müssen Sie Ihren Bedarf und Ihr Rechnungsvolumen ermitteln. Zweitens: Wählen Sie eine Rechnungssoftware, die den geltenden Normen entspricht. Drittens: Registrieren Sie sich bei einer zertifizierten Plattform (PPF oder PDP). Viertens: Konfigurieren Sie Ihr System mit den erforderlichen Angaben und Rechnungsvorlagen. Fünftens schulen Sie Ihr Team in den neuen Prozessen. Testen Sie das System mit einigen Rechnungen, bevor es vollständig eingeführt wird. Sorgen Sie für eine Begleitung, um einen reibungslosen und konformen Übergang zu gewährleisten.
Welche Software kann für die elektronische Rechnungsstellung in einer Anwaltskanzlei verwendet werden?
Um die elektronische Rechnungsstellung effizient zu verwalten, müssen Anwaltskanzleien eine Software wählen, die für ihren Beruf geeignet ist. Zu den wichtigsten Kriterien gehören: Einhaltung der Standards für die elektronische Rechnungsstellung, Integration mit zertifizierten Plattformen, anwaltsspezifisches Zeit- und Gebührenmanagement, Kompatibilität mit den berufsethischen Verpflichtungen (Berufsgeheimnis, DSGVO) und sichere Archivierungsfunktionen. Bevorzugen Sie Lösungen, die speziell für Rechtsanwälte entwickelt wurden und die nativ die Verwaltung von Mandantenakten, die Verfolgung von Rückstellungen und eine kanzleispezifische analytische Buchhaltung beinhalten. Ein ganzheitlicher Ansatz, der das Contract Lifecycle Management einschließt, kann Ihre gesamten Rechts- und Finanzprozesse optimieren.
Was sind die Vorteile der elektronischen Rechnungsstellung für Anwaltskanzleien?
Die elektronische Rechnungsstellung bietet viele Vorteile für Anwaltskanzleien. Sie ermöglicht eine erhebliche Zeitersparnis durch die Automatisierung der Erstellung, des Versands und der Nachverfolgung von Rechnungen. Die Kosten werden gesenkt (Papier, Druck, Porto, Lagerung). Die Rückverfolgbarkeit wird verbessert, da Zahlungen in Echtzeit verfolgt und Mahnungen automatisiert werden. Die Datensicherheit wird durch die zertifizierte elektronische Archivierung erhöht. Die Umweltbelastung wird durch die Reduzierung des Papierverbrauchs verringert. Schließlich wird die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften durch automatische Aktualisierungen der gesetzlich vorgeschriebenen Angaben erleichtert. Die erzeugten Daten können auch in Legal Analytics Tools eingespeist werden, um das Finanzmanagement der Kanzlei zu optimieren.

